Babybrei: Kaufen oder selber machen?Selbst gekochte Beikost und Brei aus dem Gläschen im Vergleich
Fertiger Brei und hausgemachte Babymenüs haben beide ihre Vor- und Nachteile. Hinsichtlich der Inhaltsstoffe hat Hausgemachtes jedoch die Nase vorn.
Mit etwa vier bis sechs Monaten können Babys ihren ersten Brei bekommen. Milch allein reicht jetzt nicht mehr aus, den steigenden Bedarf an Energie und Nährstoffen zu decken. Die meisten Eltern starten mit dem Mittagsbrei. Er besteht zunächst nur aus leicht verträglichem, nährstoffreichem Gemüse wie Karotten oder Pastinaken. Kartoffeln und Fleisch folgen im Abstand von einigen Tagen. Mit dem ersten Löffel Karottenpürree stellt sich Eltern die Frage Kaufen oder selber kochen? Vorteile von gekaufter BeikostFür industriell hergestellte Beikost gelten höhere gesetzliche Qualitätsansprüche als für andere Lebensmittel, besonders hinsichtlich des Gehalts an Schadstoffen wie Nitrat oder Pflanzenschutzmittel. Doch auch "normale" Lebensmittel sind sicher und für die Zubereitung von Beikost geeignet. Weitere Vorteile von Fertigprodukten: Sie sparen Zeit und Arbeit und sind praktisch für unterwegs. Vorteile von hausgemachtem BabybreiIm Vergleich zum Brei aus dem Gläschen bzw. der Packung ist hausgemachter Brei wesentlich billiger. Bei der Selbstzubereitung von Beikost können Eltern über die Zusammensetzung selbst entscheiden und auf Zutaten wie Salz, Zucker, Aromen oder Gewürze bewusst verzichten. Aufwändig herzustellende Breie wie Mittagsmenüs können in größeren Mengen zubereitet und portionsweise eingefroren werden Tipps für die Auswahl von FertigproduktenAls Faustregel gilt: Je einfacher die Rezeptur des Menüs ist, das heißt, je weniger Zutaten enthalten sind, desto besser. Babys sollten den ursprünglichen Geschmack der Nahrungsmittel kennen lernen. Produkte mit einem frühen Einsatzzeitpunkt (z.B. ab dem 4. Monat) sind für Babys Ernährung in der Regel besser geeignet als Produkte mit einem späten Einsatzzeitpunkt. Letztere enthalten oft überflüssige Zutaten. 15 Mittagsmenüs hat Stiftung Warentest 2008 getestet. Ihr Fazit: Mittagsbrei aus dem Gläschen enthält oft zu wenig Fett. Daher gilt: Liegt der Fettgehalt unter der vom Forschungsinstitut für Kinderernährung empfohlenen Menge von 8 bis 10 g pro Mahlzeit, empfiehlt es sich, die fehlende Menge in Form von Rapsöl zusetzen (1 Teelöffel Öl = 4 g). Angaben zum Fettgehalt stehen auf dem Etikett der Gläschen. Auch beim Getreide-Obst-Brei, den die Kleinen morgens oder als Zwischenmahlzeit erhalten, lohnt ein Blick auf die Zutatenliste. Zucker in Form von Saccharose, Glukose, Glucosesirup, Fructose, Maltose oder Maltodextrin ist überflüssig. Süßungsmittel wie Honig, Fruchtdicksäfte oder Ahornsirup haben in Babybrei ebenfalls nichts zu suchen. Trinkbreie verursachen KariesMilch-Getreide-Brei, im Handel erhältlich als verzehrfertiger Abendbrei oder als Milchfertigbrei in Pulverform, enthält als Milch unnötigerweise oft Folgemilch. Sinnvoll im Milch-Getreide-Brei ist ein Jodzusatz. In der Zutatenliste ist er als Jod, Kaliumjodid oder Kaliumjodat aufgeführt. Milch-Getreide-Breie, die als Trink-Breie angeboten werden, sind nicht empfehlenswert. Babys bekommen auf diese Weise keine Möglichkeit, sich an das Esse vom Löffel zu gewöhnen. Außerdem ist die Gefahr von Karies erhöht.
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